Wir wissen aber, die Freiheit ist unteilbar. Wer die Freiheit in der Gesellschaft will und gegen die Freiheit in der Wirtschaft ist, oder wer eine freie Wirtschaft, aber keine liberale Gesellschaft will, der wird am Ende beides verlieren. (…) Wir wollen es Menschen erleichtern, sich selbst etwas aufzubauen. Leistungsgerechtigkeit – das ist liberal. (…)

Wir wollen ein Einwanderungsgesetz, das steuert, mit wem wir auf Zeit solidarisch sind, wen wir in den Arbeitsmarkt einladen – und bei wem weder noch. (…)
Rechtsstaatlichkeit und moderne Einwanderungspolitik – das ist liberal. (…)

Es gibt nicht nur Flüchtlinge und Super-Reiche in unserem Land. Dazwischen sind Dutzende Millionen Menschen in der Mitte der Gesellschaft. (…) Menschen, die unser Land auf den Schultern tragen. (…) Die wollen einen Staat, der sie in Alltagsfragen in Ruhe lässt, aber bei den großen Aufgaben nicht im Stich. Und diesen Staat – den wollen wir ihnen zurückgeben. (…)

Wir sagen nicht: Das Wir entscheidet. Wir sagen den Menschen in der Mitte der Gesellschaft: Jetzt geht es mal um Dich. Um Dein Recht, im Hier und Jetzt glücklich zu werden. (…) Es ist keine soziale Politik, immer nur die Lücken im Wohlfahrtsstaat zu suchen. Es gibt auch eine Verantwortung für diejenigen, die das bezahlen müssen. Und denen fühlen wir uns genauso verpflichtet. (…)

Wir wollen, dass die Mitte im wahrsten Sinne des Wortes Partei ergreift. Du da drüben, Du da vorne, Du da hinten in der dritten Reihe. Du zuhause am Fernsehen. Für die Freiheit, für das Recht und für den Mut, das Blatt zu wenden.

Aus der Rede Christian Lindners, Bundesvorsitzender der FDP,
zu Dreikönig 2017

Die vollständige Rede finden Sie hier.